Montag, 24. Juli 2017

[Blogparade] Du und dein Blog

Steffi von angeltearz liest hatte die tolle Idee, den immer mal wieder auftauchenden bösen Kommentaren und fehlendem Respekt mit einer Aktion entgegen zu wirken. Dabei geht es darum, zu zeigen, dass hinter einem Blog immer ein Mensch steckt, der natürlich anständig behandelt werden muss. Schon viele haben teilgenommen und sich vorgestellt und auch ich schließe mich an.

Die Fragen findet ihr hier.


1. Wer bist du? Stell dich vor!
Ich heiße Jacqueline, wohne in NRW in einer Kleinstadt, die aber in angemessener Entfernung zu so ziemlich allen Großstädten dort liegt, was meiner Liebe für Konzerte sehr entgegen kommt. Ich studiere in Düsseldorf Anglistik und Romanistik und bringe so auch meine Bücherliebe in meinen Alltag mit ein - auch wenn es in diesen Studiengängen natürlich nicht nur ums Lesen geht.

2. Seit wann bloggst du? Und wie bist du zum Bloggen gekommen?
Die Geschichte habe ich schon oft erzählt, aber die Kurzfassung ist: Früher habe ich mich auf einer Facebook-Seite über Bücher ausgetauscht und als mir der Platz dort nicht mehr gereicht hat, habe ich spontan den Blog erstellt. Eigentlich sollte er sich nicht nur auf Bücher beschränken - was den allgemein gehaltenen Namen erklärt - aber das hat sich einfach so ergeben. Das ist jetzt über 6 Jahre her und ich kann mir nicht vorstellen, jemals mit dem Bloggen aufzuhören.

3. Weiß dein Umfeld davon, dass du bloggst? Wenn ja, was sagen sie dazu? Wenn nein, warum nicht?
Meine Familie weiß Bescheid, interessiert sich aber nicht weiter dafür. Meine Eltern und mein Bruder akzeptieren es einfach, lesen aber nicht meine Beiträge und kennen, glaube ich, nicht mal den Namen. Meine Schwester liest auch sehr gerne und hat mal mit dem Gedanken gespielt, auch einen Blog zu erstellen, hat diesen Plan aber leider nicht weiter verfolgt. Eine Freundin hat das allerdings durchgezogen und man findet sie nun in der FiBü-Ecke.
Generell leugne ich den Blog zwar nicht, erzähle aber auch nicht von mir aus davon. Ich kann nicht sagen, wieso, aber ich fänd es unangenehm, wenn Leute aus meinem Umfeld regelmäßig lesen würden, was ich so schreibe.

4. Nutzt du Social Media? Und wie kann man dir folgen?
Ja, darin bin ich allerdings nur so mittelgut. Ich habe eine Facebook Seite, aber an die erinnere ich mich nur alle paar Wochen mal, weshalb ich selbst sagen muss, dass es sich nicht lohnt, dieser zu folgen. Vielleicht lösche ich sie auch ganz.
Daneben habe ich auch einen stiefmütterlich behandelten Instagram-Account. Den mag ich generell gern, allerdings finde ich immer gute Ausreden, gerade doch kein Foto zu machen 😁 Momentan bin ich aber wieder motiviert, etwas dranzubleiben.
Auf Twitter bin ich dagegen aktiver. Ich liebe diese Plattform und habe dort auch seit Jahren einen privaten Account, über den ich viele tolle Leute kennengelernt habe. Für mich ist das einfach die perfekte Seite um knapp seine Gedanken loszuwerden oder ohne viel Aufwand zu berichten, was man gerade macht. Außerdem kann man so sehr gut Kontakt zu anderen halten und sehen, was bei ihnen so los ist.

5. Gibt es etwas, was dich an der Bloggerwelt stört? Und was würdest du dir wünschen?
(Trau dich und sei ehrlich)
Das sind hauptsächlich Dinge, die mich generell am Internet stören und begrenzen sich nicht auf die Bloggerwelt. Zum einen ist es einfach, negative oder respektlose Kommentare oder Sprüche loszuwerden, weil man dabei niemandem ins Gesicht schauen muss. Viele vergessen dadurch, dass am anderen Ende ein Mensch steckt, der sich vom Gesagten angegriffen fühlen könnte. Zum anderen kommt es schnell zu Missverständnissen, da das Geschriebene oft nicht richtig interpretiert wird oder die Formulierung einfach unklar ist. So eskalieren ganz normale Diskussionen schnell, obwohl das von keiner der beiden Seiten so beabsichtigt war.
Speziell an der Bloggergemeinschaft stört mich, dass viele Blogger gar nicht bei anderen vorbeischauen oder zumindest nicht oder kaum kommentieren. Jeder beschwert sich, dass er so wenige Kommentare bekommt, aber viele sehen dabei nicht ein, dass es ein Geben und Nehmen ist. Wer Interaktion mit anderen möchte, der muss seinen Teil beitragen. Ich selbst versuche, so viel wie möglich zu kommentieren, da ich mich immer sehr darüber freue und denke, dass es den anderen auch so geht. Beim Bloggen geht es schließlich um Austausch und der kann nicht stattfinden, wenn man nicht bereit ist, 1-2 Minuten zu "opfern" um einen Kommentar zu schreiben.
Dazu passt, dass man häufig gar keine Antworten auf seine Kommentare bekommt und dadurch natürlich die Motivation sinkt, weiterhin welche zu hinterlassen. Gerade bei größeren Bloggern fällt mir das leider häufig auf. 

6. Und was magst du an der Bloggerwelt?
Das ist natürlich die andere Seite: Die Blogger die sich über Interaktion freuen und auch entsprechend antworten, die einem auch Gegenbesuche abstatten und mit denen man wirklich ins Gespräch kommen kann - sei es nun auf dem Blog selbst oder über Social Media. Ich freue mich auf jeden Fall sehr über die Leute, die regelmäßig hier vorbeischauen und einen Kommentar da lassen.
Sehr positiv finde ich auch z.B. die Wochenenden zum Litnetzwerk, in dem es genau darum geht, sich mit anderen auszutauschen, neue Blogs zu entdecken und die Leute dahinter etwas kennenzulernen. Das gleiche gilt auch für andere Aktionen, die Blogger gemeinsam auf die Beine stellen, vor allem wenn es nicht immer die gleiche Gruppe ist, sondern auch Neulinge eine Chance bekommen.
7. Liest du auch außerhalb deines eigenen "Blogbereiches" oder liest du als z. B. Buchblogger nur Buchblogs?
Ich lese tatsächlich hauptsächlich Buchblogs, schließe andere aber nicht komplett aus. Beiträge zu Produktivität oder Minimalismus fand ich in letzter Zeit beispielsweise sehr interessant. Wenn ihr Tipps für passende Blogs habt, sagt gerne Bescheid!
8. Vernetzen ist wichtig. Hast du Lieblingsblogs? Zeig mal!
Natürlich, wer denn nicht? Die wechseln zwischendurch immer mal oder es kommt ein neuer hinzu, aber aktuell sind diese meine Lieblinge:
Noch mehr Bücher ist der Blog von Isabella, die einen tollen Büchergeschmack hat, aber auch oft Beiträge postet, die über Neuzugänge oder Rezensionen hinausgehen. Besonders positiv sind mir ihre Gedanken über problematische Bücher im Gedächtnis geblieben.
Sehr empfehlenswert ist auch Keine Zeit für Langeweile. Dort geht es nicht nur um Bücher, sondern oft auch um gesellschaftliche Themen, die gut geschrieben und super recherchiert sind.
Julias Wunderland fällt besonders dadurch auf, dass sie kaum einen Satz bildet, ohne unterschwellig Werbung für Red Rising zu machen und nicht nur das macht sie super sympathisch. Eine tolle Aktion von ihr ist das Wort zum Sonntag, was sie zusammen mit Tabi macht.
Leider ist es dort momentan ziemlich ruhig, aber auch Books on Fire gehört zu meinen Lieblingen. Besonders die Serienwoche lese ich sehr gerne. 

Ich hoffe, ihr fandet meine Antworten ein bisschen interessant. Lasst mir doch eure Meinung dazu da oder den Link zu eurem Beitrag, wenn ihr auch teilgenommen habt!

Donnerstag, 20. Juli 2017

[Rezension] Der Tod und andere Höhepunkte meines Lebens

Autor: Sebastian Niedlich
Format: Taschenbuch
Preis: €9,99
Seitenzahl: 328
Reihe: - 


Inhalt

Martin ist noch ein Kind, als er zum ersten Mal dem Tod begegnet. Wörtlich gemeint. Er sieht als Einziger den Mann im schwarzen Kapuzenmantel und fängt sogar an, sich mit ihm anzufreunden. Über die Jahre hinweg begegnet er ihm immer wieder und Martin hat sich schon fast daran gewöhnt, allerdings fängt der Tod irgendwann an, gewisse Andeutungen zu machen...


Meinung

Ich muss zugeben, dass ich etwas anderes erwartet habe, als ich das Buch begonnen hab. Ich habe mit einer Geschichte gerechnet, deren Hauptziel es ist, witzig zu sein. Bekommen habe ich eindeutig etwas ernsteres, auch wenn es hin und wieder lustige Momente oder Sprüche gab.
Man sieht dem Protagonisten mehr oder weniger beim Aufwachsen zu und begleitet ihn in verschiedenen Abschnitten - Kindheit, Jugend und Erwachsenenalter. Über den ganzen Zeitraum spielt der Tod eine Rolle und das hat mir gut gefallen, da man auch die Entwicklung ihrer Beziehung dabei gut beobachten kann.

Gut gefällt mir der Prolog, der zeitlich ziemlich am Ende der Geschichte liegt und Spannung aufkommen lässt, weil man so in etwa weiß, was noch folgen könnte.
Stellenweise hatte das Buch leider seine Längen, was aber wohl kaum ausbleiben kann, wenn es über einen so langen Zeitraum spielt. Dabei sind einige Passagen nötig, damit man später den Anschluss versteht, auch wenn sie beim Lesen nicht so spannend wirken.

Martin ist ein völlig durchschnittlicher Protagonist und das hat mir gefallen. Er war nicht der beste Schüler, hat völlig normale Probleme was sein Liebesleben angeht - wenn man das plötzliche Auftauchen vom Tod jetzt mal ausklammert - und weiß später nicht, was er mit seinem Leben anfangen soll. Was zwischenmenschliche Beziehungen angeht ist er zwar nicht völlig ahnungslos, macht aber auch einige Fehler. Insgesamt hat er mir gut gefallen, weil er wirklich normal und realistisch wirkt.


Fazit

Ein Roman, der zwar zeitweise etwas langweilig war, mich aber trotzdem gut unterhalten konnte.
3/5 Punkten

Sonntag, 16. Juli 2017

Juli Leseupdate #2

#1 Godspeed 3 - Die Ankunft
#2 Der Tod und andere Höhepunkte meines Lebens
#3 Fettlogik überwinden
#4 The One Thing ("Alles, was ich sehe")
#5 Bad Boys & Little Bitches
#6 Auf Null
#7 Das Lächeln der Fortuna
#8 Immortal Beloved - Entflammt

Hey! Auch diese Woche habe ich wieder ein bisschen was zu berichten.

Zum einen habe ich The One Thing / Alles, was ich sehe beendet, ein wirklich schönes und berührendes Buch. Die Rezension dazu findet ihr bereits hier.

Zum anderen habe ich auch Bad Boys & Little Bitches gelesen, zu dem meine Meinung komplett gegensätzlich ist. Ich mochte keinen der Charaktere wirklich, auch nicht die die man eigentlich sympathisch finden sollte. Außerdem war es ziemlich vorhersehbar, was auch an der Erzählweise liegt und dadurch kam leider keine Spannung auf. Die Rezension folgt, sobald das Buch offiziell erschienen ist.

Als nächstes habe ich nun Das Lächeln der Fortuna begonnen. Ich bin fast auf Seite 200, allerdings hat es 1300 Seiten, deshalb ist das nur ein kleiner Bruchteil. Bisher gefällt es mir aber sehr und ich habe dabei ein bisschen Game of Thrones Feeling, auch wenn es ein historischer Roman ohne Fantasy-Elemente ist. Ich bin jetzt im zweiten Teil des Buches, in dem der Protagonist nun nicht mehr 12, sondern 18 ist und bin gespannt, wie er sich entwickelt hat und was in der Zwischenzeit passiert ist. Weil es mein erster historischer Roman ist, war ich zu Beginn etwas skeptisch, daher bin ich super froh, dass er mich so überzeugen kann.

Freitag, 14. Juli 2017

[Rezension] Alles, was ich sehe

Autorin: Marci Lyn Curtis
Verlag: Königskinder (Carlsen)
Format: Hardcover
Seitenzahl: 432
Preis: €18,99
Reihe: -


Inhalt

Aufgrund einer Krankheit ist Maggie seit sechs Monaten blind. Dieser Vorfall hat ihr Leben natürlich grundlegend verändert und sie entmutigt. Bisher war Fußball ihr Lebensinhalt und die Sache, die sie mit ihrer Mutter verband, aber jetzt kann sie nicht mehr spielen und findet auch sonst nicht mehr viel Freude an Dingen, vor allem da sie auch den Kontakt zu ihren bisherigen Freunden abgebrochen hat. Dann lernt sie zufällig Ben kennen, ausgerechnet als sie gerade ausgerutscht und auf den Kopf gefallen ist - und kann ihn sehen. Nur ihn. Der 10-jährige sorgt dafür, dass sie das Leben wieder aus einer anderen Perspektive betrachtet - wortwörtlich.

Sonntag, 9. Juli 2017

Juli Leseupdate #1

#1 Godspeed 3 - Die Ankunft
#2 Der Tod und andere Höhepunkte meines Lebens
#3 Fettlogik überwinden
#4 The One Thing ("Alles, was ich sehe")
#5 Bad Boys & Little Bitches
#6 Auf Null
#7 Das Lächeln der Fortuna
#8 Immortal Beloved - Entflammt

Das Semester neigt sich dem Ende zu, aber da ich nie rechtzeitig mit dem Lernen anfange, beeinflussen mich die nahenden Klausuren noch überhaupt nicht :D
Lesetechnisch läuft der Monat bisher wirklich nicht schlecht. Obwohl ich wieder gefühlt alles gleichzeitig lese.

Fettlogik überwinden ist ein wirklich interessantes Sachbuch, das mit einigen Mythen zum Thema Abnehmen aufräumt und alles mit Studien belegt. Vielen hat das wohl den Weg bereitet, eine ganze Menge Gewicht zu verlieren und mir hat es wieder neue Motivation gegeben. Dabei ist es wirklich gut geschrieben und interessant. Auf jeden Fall empfehlenswert, wenn ihr euch etwas mit dem Thema beschäftigen möchtet. :)

Der Tod und andere Höhepunkte meines Leben war zwar kein Höhepunkt in meiner Leseliste, aber doch gut und unterhaltsam. Es geht um Martin, der als Kind zum ersten Mal dem Tod begegnet - und zwar wörtlich. Er ist der Einzige, der ihn sehen kann und später stellt sich dann heraus, wieso das so ist. Es ist ganz interessant gewesen, dass man den Protagonisten von der Kindheit an mehr oder weniger begleitet.

The One Thing lese ich gerade und musste feststellen, dass das Buch wohl noch wirklich traurig wird. Jetzt überlege ich, ob es eine gute Idee war, es als meine Lektüre für unterwegs auszusuchen und ob ich es nicht doch lieber zu Hause lesen sollte. Absurderweise ist das der Grund dafür, dass ich es seit ein paar Tagen gar nicht weitergelesen habe, obwohl ich es seeehr gut finde.

Daneben habe ich auch Bad Boys & Little Bitches angefangen, was bisher schon nicht mein Ding ist und ich fürchte, es wird noch schlimmer. Jeder der Charaktere hat etwas an sich, was mich stört und das nicht unbedingt auf eine "jeder hat so seine Macken"-Weise.

Außerdem habe ich in die ersten Seiten Das Lächeln der Fortuna reingelesen. Es ist auf jeden Fall nicht schlecht geschrieben, was mich echt beruhigt hat, weil ich das schließlich noch über 1200 weitere Seiten mitmachen werde :D Ich bin gespannt, was das Buch so zu bieten hat, weil ich gerade damit überrascht wurde, dass der Protagonist erst 12 ist.